Montag, 11. Juli 2016

MEINE HYMNE AN DEUTSCHLAND

Heute, am 23.11.2019 noch einmal verbessert, noch einmal durch drei weitere Strophen ergänzt, eine Sport-Strophe, die allein z. B. bei Olympiaden gesungen werden könnte, eine Verteidigung-Strophe, falls Deutschland angegriffen werden sollte, und eine Anti-Nazi-Strophe angesichts der ausufernden Gewalt-bereiten Neo-Nazis im Untergrund

DER AKTUELLE TEXT DER HYMNE AN DEUTSCHLAND (am 23.11.19)

Ja, in schöner deutscher Gegend,
mitten in Europas Welt,
klingt die Sprache, die wir lieben,
die uns fest zusammen hält.
Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland, das ist unsere Heimat,
mitten in Europas Welt. (Statt der ersten Strophe von HvF) 

Präzision und deutsches Wissen,
Erfinder-Geist auf hohem Rang,
sollen in der Welt behalten
ihren alten guten Klang.
Uns für Taten zu begeistern
unser ganzes Leben lang,
lernen wir von alten Meistern
wie auf einem Studiengang. (Statt der zweiten Strophe von HvF) 

Wahrheit, Menschenrechte, Freiheit,
Schutz für unser offenes Land!
Danach lasst uns alle streben,
allesamt mit Herz und Hand!
Freiheit, Recht und Chancengleichheit
sei das dauerhafte Band;
blüh' im Glanze unsrer Freiheit,
blühe, deutsches Vaterland. (Statt der 3. Strophe von HvF)
... als Wiederholung: blühe deutsches Mutterland 

Deutschland haben wir zur Seite!
Wir vereinten unser Land.
Restauriert sind alte Städte,
schön der Küsten weißer Sand;
Schlösser, Burgen, Glocken, Feste,
Goethe, Dürer, von Bingen, Kant (Hildegard von Bingen statt Herder)
fast unendlich scheint die Liste,
„ja, wir lieben dieses Land“. (diese Zeile ist Tucholsky-Zitat) 

Zu sportlichen Ereignissen allein die folgende variierte Strophe (Nachtrag am 20.3.2019) 


Deutschland haben wir zur Seite.
Wir vereinten unser Land.
Sport und Fairness uns begleite,
Friede hat den Krieg verbannt!
Wettkampf, Freundschaft, Liebe, Ehren
mischen Herzen bis zum Rand.
Diese können wir vermehren!
Ja, wir lieben unser Land. 

Humboldt-Universitäten,
Sprachenschulen und Museen
werden Deutschland weiterbringen,
Ziele vor den Augen stehen.
Jung, mit allen wachen Sinnen,
formen wir, integrieren im Land.
Neu – wie Leibniz – zu beginnen,
liegt in unsrer aller Hand. 

Bachs gemischte große Chöre,
Schumann, der ins Innere dringt,
Beethoven uns ganz gehöre,
Mozart, Wagner, Pop – ja, singt!
Lasst uns musizieren, scherzen;
draußen sinkt die Abend-Glut,
Kinder halten Friedens-Kerzen,
Lichter geben Kraft und Mut. 

Unsre Heimat tief im Herzen
reichen wir der Welt die Hand.
Menschenrechte, Würde, Wissen
sind das einigende Band.
Hohe Werte auf Terrassen
der Geschichte dieser Welt
wollen lernend wir erfassen!
Strahle Deutschland, strahle wie Gold! 

EINE VERTEIDIGUNG/KAMPF-STROPHE GEGEN ZUNEHMENDE BEDROHUNG 

Unsre Heimat tief im Herzen
reichen wir der Welt die Hand.
Menschenrechte, Würde, Wissen
sind das einigende Band.
Doch wer uns vernichten, töten will,
unser aller Land zerteilt,
den begräbt ein Drohnen-Overkill!
Strahle Deutschland, strahle wie Gold! 

EINE ANTI-NAZI-STROPHE

Nie, nie wieder hier im Lande
dulden wir das feige Pack,
Nazi-Terror, Mord und Brände!
Quer durch Deutschland geht ein Ruck,
denn wir zerren sie raus ans Tages-Licht,
diesen Neo-Nazi-Verschnitt,
geben ihrem Arsch den verdienten Tritt,
Tausend Jahre woll´n wir nicht.

©mvr=mfwn 

________________________
überholt: Heute am 2.7.16 habe ich meine eigenen Anregungen selbst aufgegriffen und meine "Hymne an die Nation" noch einmal Hobby-dichterisch ergänzt. Meine Hymne an die Nation könnte jetzt so klingen: Hier, in deutscher schöner Heimat, mitten in Europas Welt, klingt die Sprache, die wir lieben, die uns fest zusammen hält. Von den Küsten zu den Alpen über Flüsse, Seen erschallt: Deutschland, das ist unsre Heimat, mitten in Europas Welt. (Statt der ersten Strophe von HvF) Präzision und deutsches Wissen, Finder-Geist auf hohem Rang, sollen in der Welt behalten ihren alten guten Klang. Uns für Taten zu begeistern unser ganzes Leben lang, lernen wir von alten Meistern wie auf einem Studiengang. (Statt der zweiten Strophe von HvF) Wahrheit, Menschenrechte, Freiheit überall im ganzen Land! Danach lasst uns alle streben, allesamt mit Herz und Hand! Freiheit, Recht und Chancengleichheit sei das dauerhafte Band; blüh' im Glanze unsrer Freiheit, blühe, deutsches Vaterland. (Statt der 3. Strophe von HvF) Deutschland haben wir zur Seite! Wir vereinten unser Land. Restauriert sind alte Städte, schön der Küsten weißer Sand; Schlösser, Burgen, Glocken, Feste, Goethe, Dürer, Herder, Kant fast unendlich scheint die Liste, ja, wir lieben dieses Land. (diese Zeile ist Tucholsky-Zitat) Humboldt-Universitäten, Sprachenschulen und Museen werden Deutschland weiterbringen, Ziele vor den Augen steh'n. Jung, mit allen wachen Sinnen, formen wir das schöne Land. Neue Zeiten zu beginnen, liegt in unsrer aller Hand. Bachs gemischte große Chöre, Schumann, der ins Inn’re dringt, Beethoven uns ganz gehöre, Mozart, Wagner, Pop – ja, singt! Lasst uns musizieren, scherzen; draußen stirbt die Abendglut, Kinder halten Friedenskerzen, Lichter geben Kraft und Mut. Unsre Heimat tief im Herzen reichen wir der Welt die Hand. Menschenrechte, Würde, Wissen sind das einigende Band. Hohe Werte auf Terrassen der Geschichte dieser Welt wollen lernend wir erfassen! Strahle Deutschland, strahl wie Gold! ©mvr=mfwn Diese meine Hymne an die deutsche Nation ist im Laufe ihrer 15-jährigen Entstehung-Geschichte mehrfach modifiziert worden. Aus allen Variationen habe ich heute, am 2.7.2016 das heute Passende herausgefiltert. Unschwer ist erkennbar, dass die ersten drei Strophen eine Modifikation des Deutschlandliedes sind, um den Geist Hoffmann von Fallerslebens und sein inneres Feuer für Deutschland zu erhalten. Das Deutschlandlied besteht als historische und zeitgebundene Dichtung weiterhin als übergeordnete Instanz. Es wurde nicht für eine Nationalhymne gedichtet. Diese andere Ebene galt es in der Modifikation zu berücksichtigen. Außerdem war die gegenwärtige Situation Deutschlands einzubinden, die von Flüchtlings-Strömen geprägt wird. Darum kam es gleich in der ersten Strophe darauf an, die deutsche Sprache und Europa in den Vordergrund zu nehmen. Die Korrektur der Grenzen, bei HvF weit gefasste Sprachgrenzen, war geboten, Wichtig war das Heimat-Gefühl, das sich auch bei Immigranten, die sich integrieren wollten, einstellt. Grammatikalisch wurde für die deutsche schöne Heimat der Dativ gewählt, eine kleine Schwächung, um Deutschtümelei zu vermeiden In der dritten Strophe habe ich meine eigene Anregung ausgewertet, die oben im vorausgehenden Thread zu finden ist. In letzter Sekunde änderte ich "Draußen sinkt die Abendglut" in: "Draußen stirbt die Abendglut" Das Sterben der Schönheit, oder im übertragenen Sinne das Sterben des Abendlandes, entspricht unserer brutalen Zeit. Kinder haben dann mehr Substanz für ihre Kerzen, mehr Aussichtslosigkeit, die der Wahrheit entspricht. Hatten wir nicht gesagt "Wahrheit, Menschenrechte, Freiheit"? Das sterbende Europa verliert seine Aufklärung, verliert seine Freiheit. Kerzen geben etwas Hoffnung. Sie beleuchten die Aussichtslosigkeit.

Samstag, 5. April 2014

Die überdachte HYMNE AUF DEUTSCHLAND und ihre augenblickliche Fassung am 15.08.14





Meine "Adoptiv"-Tochter Beifoen und ich am 6.2.2014

Der Stuhl zerbricht
uns schert das nicht
wir bleiben munter,
mussten runter
und landen wo?
Auf unserem Po!

Meine Blogs hatte ich vernachlässigt, schilderte dieses und jenes in meiner Chronik und verschiedenen Gruppen in Facebook. Nach der wertvollen Erfahrung mit intelligenten und gut gesonnenen Menschen melde ich mich in meinen Blogs zurück mit dem Thema:

Den Überlegungen vom 23.01.2015 schicke ich die neueste Fassung der Hymne vom 17.3.2019 voraus. Dann lassen sich die Änderungen auch besser beurteilen.

Ja, in schöner deutscher Gegend,
mitten in Europas Welt,
klingt die Sprache, die wir lieben,
die uns fest zusammen hält.
Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland, das ist unsere Heimat,
mitten in Europas Welt. (Statt der ersten Strophe von HvF)

Präzision und deutsches Wissen,
Finder-Geist auf hohem Rang,
sollen in der Welt behalten
ihren alten guten Klang.
Uns für Taten zu begeistern
unser ganzes Leben lang,
lernen wir von alten Meistern
wie auf einem Studiengang. (Statt der zweiten Strophe von HvF)

Wahrheit, Menschenrechte, Freiheit,
Schutz für unser offenes Land!
Danach lasst uns alle streben,
allesamt mit Herz und Hand!
Freiheit, Recht und Chancengleichheit
sei das dauerhafte Band;
blüh' im Glanze unsrer Freiheit,
blühe, deutsches Vaterland. (Statt der 3. Strophe von HvF)
... als Wiederholung: blühe deutsches Mutterland

Deutschland haben wir zur Seite!
Wir vereinten unser Land.
Restauriert sind alte Städte,
schön der Küsten weißer Sand;
Schlösser, Burgen, Glocken, Feste,
Goethe, Dürer, von Bingen, Kant (Hildegard von Bingen statt Herder)
fast unendlich scheint die Liste,
ja, wir lieben dieses Land. (diese Zeile ist Tucholsky-Zitat)

Für sportliche Ereignisse allein diese folgende Strophe:

Deutschland haben wir zur Seite
und vereinten unser Land.
Sport und Fairness uns begleite,
Friede hat den Krieg verbannt!
Wettkampf, Freundschaft, Liebe, Ehren,
mischen Herzen bis zum Rand.
Diese können wir vermehren!
Ja, wir lieben unser Land.

Humboldt-Universitäten,
Sprachenschulen und Museen
werden Deutschland weiterbringen,
Ziele vor den Augen stehen.
Jung, mit allen wachen Sinnen,
formen wir das schöne Land.
Neu – wie Leibniz – zu beginnen,
(statt wie bisher "Neue Zeiten zu beginnen")
liegt in unsrer aller Hand.

Bachs gemischte große Chöre,
Schumann, der ins Innere dringt,
Beethoven uns ganz gehöre,
Mozart, Wagner, Pop – ja, singt!
Lasst uns musizieren, scherzen;
draußen stirbt die Abend-Glut,
Kinder halten Friedens-Kerzen,
Lichter geben Kraft und Mut.

Unsre Heimat tief im Herzen
reichen wir der Welt die Hand.
Menschenrechte, Würde, Wissen
sind das einigende Band.
Hohe Werte auf Terrassen
der Geschichte dieser Welt
wollen lernend wir erfassen!
Strahle Deutschland, strahl wie Gold!

©mvr=mfwn

Die überdachte Nation-Hymne und ihre augenblickliche Fassung am 23.01.2015


Voran stelle ich das Deutschlandlied von Hoffmann von Fallersleben, damit man meine Änderungen, dienenden Umdichtungen und neuen Texte gut mit dem Original vergleichen kann und nicht erst suchen muss.

Original Deutschland-Lied von HfF 
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt,
wenn es stets zu Schutz und Trutze
brüderlich zusammen hält,
von der Maas bis an die Memel,
von der Etsch bis an den Belt -
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt! 
Deutsche Frauen, deutscher Wein,
deutscher Wein und deutscher Sang
sollen in der Welt behalten
ihren alten schönen Klang,
uns zu edler Tat begeistern
unser ganzes Leben lang -
Deutsche Frauen, deutscher Wein,
deutscher Wein und deutscher Sang! 
Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach woll`n wir alle streben
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand -
Blüh`im Glanze dieses Glückes,
blühe deutsches Vaterland. 
HvF 26. Aug. 1841.

Nun die letzte Fassung der Nation-Hymne vom 15/August/2014:(gleiche Melodie)


1. Strophe HvF + micha vRhein - vier Alternativen zum Aussuchen, die erste a) nenne ich die Alles/Vieles-Version, die zweite b) die Heimat-Version und die dritte c) die HvF-Version und die vierte d) die Integration-Hymne.

a)
Deutschland geht uns über alles,
über vieles in der Welt,
weil es uns und unsre Kinder
immer in die Heimat zieht!
Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland geht uns über alles,
über vieles in der Welt!

b)
Deutschland, in der schönen Heimat,
mitten in der alten Welt,
klingt die Sprache, die wir lieben,
die uns fest zusammen hält,
Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland, unsre schöne Heimat,
mitten in der alten Welt.

b1) - hinzugefügt am 16.12.14
Hier, in unsrer schönen Heimat,
mitten in der Alten Welt,
klingt die Sprache, die wir lieben,
die uns fest zusammen hält.
Von der Nordsee zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
deutsche Landschaft, unsre Heimat,
mitten in der Alten Welt.

c)
Deutschland, Deutschland über alles!
Über alles in der Welt
geht uns unsre schöne Heimat,
die uns fest zusammen hält.
Von den Küsten zu den Alpen,
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt!

d)
Deutschland geht uns über alles,
über alles in der Welt,
weil es seine bunten Völker
sprachlich gut zusammenhält!
Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland geht uns über alles,
über alles in der Welt!

d1) - hinzugefügt am 16.12.14
Hier, in unsrer schönen Heimat,
mitten in der alten Welt,
leben bunt gemischte Völker,
die das Deutsch zusammen hält.
Von der Nordsee zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Hier ist unsre schöne Heimat
mitten in der Alten Welt.



_______________________

 B1 und d1 gefallen mir selbst im Moment am besten, weil sie mir soeben eingefallen sind und total ohne das Wort "Deutschland" auskommen, also viel von dem ewigen Vorwurf wegnehmen, Deutschland wolle sich vor allen anderen Völkern präsentieren. Die Wortwiederholung bei HvF wurde in dieser Richtung ja missverstanden. Die Nazi-Ära bewirkte außerdem, dass sie, die Wortwiederholung, im Hals stecken bleibt und so richtig begeistert nicht mehr gesungen werden kann (außer von den unbelehrbaren Neonazis, die durch den Gesamt-Text der Hymne an Deutschland allerdings obsolet werden.)

Nachtrag am 23.1.2015 aus meiner Facebook-Chronik

Leider haben meine lieben deutschen Mitbewohner, Politiker und Journalisten meine Predigten seit mehr als zwölf Jahren (!) überhört oder ignoriert, unserem Land einen guten Patriotismus zu geben, der gegen den Neonazismus gerichtet ist, der nun, unter den kleinen lokalen Walzen des Islam für einen deutschen ISD (Islamischer Staat Deutschland), bitterlich fehlt. Statt ihm regiert die Angst, von unserem relativ kleinen Landstrich geistig und gesellschaftlich vertrieben zu werden, nur noch als deutsche "Fremde" im eigenen Land leben zu können und sogar attackiert zu werden. Der Glaubens-Krieg könnte das Land wieder zerreißen wie im Dreißigjährigen Krieg.
Die Ignoranz meiner Hymne für Deutschland gegenüber wird anscheinend nun bestraft. Statt Selbstbewusstsein, Stolz auf die eigene Identität und Geschichte, erzeugt Angst vor dem Unbekannten Unsicherheit, Hektik und Zwist.
Ich mache noch einmal darauf aufmerksam, dass sich jeder an der Hymne an Deutschland beteiligen kann. Das wirkliche Interesse an Deutschland fehlt aber. Und wie habe ich mich bemüht, die Strophen des Deutschlandliedes von Hoffmann von Fallersleben im Kern zu erhalten, sie nicht abzuschieben, wie Juden einst abgeschoben wurden, sondern seinen Kultur-patrioitischen Geist zu erhalten. Sogar vier zusätzliche Strophen sind entstanden, die eine Liebe zum Land auch wirklich begründen. Aus ihnen zitiere ich hier die vierte bis sechte, weil sich heute Änderungen ergaben. Wagner konnte ich besser bei den Musikern unterbringen, Luther war eine Überlegung, aber sie habe ich fallen gelassen, weil er ein Kirchenmann war, der eine tiefe Spaltung des Landes und letztlich einen langen katastrophalen Krieg bewirkte. Mit Herder, der mir sehr am Herzen liegt, kam ein Aufklärer dazu. Aber seht selbst. Alte, nicht mehr gültige Zeilen habe ich eingerückt.

_______________________


2. Strophe HvF + micha vRhein

Präzision und deutsches Wissen,
Finder-Geist auf hohem Rang,
sollen in der Welt behalten
ihren alten guten Klang.
Uns für Taten zu begeistern
unser ganzes Leben lang,
lernen wir von alten Meistern
wie auf einem Studiengang.


3. alternative Strophe HvF + micha vRhein (zur Not kann hier auch die Original-Dritte gesungen werden)

Freiheit, schöpferisches Leben
überall im ganzen Land!
Danach lasst uns alle streben,
allesamt mit Herz und Hand!
Freiheit, Recht und Chancengleichheit
sei das dauerhafte Band;
blüh' im Glanze unsrer Freiheit,
blühe, deutsches Vaterland.


4. Strophe micha vRhein

Deutschlands Teilung ist Geschichte.
Wir vereinten unser Land.
_____Deutschland haben wir zur Seite!
_____Friede dem vereinten Land;
Restauriert sind alte Städte,
schön der Küsten weißer Sand;
Schlösser, Burgen, Glocken, Feste,
Goethe, Dürer, Herder, Kant –
_____Goethe, Dürer, Luther, Kant –
_____Goethe, Dürer, Wagner, Kant –
fast unendlich scheint die Liste,
ja, wir lieben dieses Land.

5. Strophe micha vRhein

Humboldt-Universitäten,
Sprachenschulen und Museen
werden Deutschland weiterbringen,
Ziele vor den Augen steh'n.
Jung, mit allen wachen Sinnen,
formen wir das schöne Land.
Neue Zeiten zu beginnen,
liegt in unsrer aller Hand.

6. Strophe micha vRhein

Bachs gemischte große Chöre,
Schumann, der ins Inn’re dringt,
Beethoven uns ganz gehöre,
Mozart, Wagner - singt doch, singt!
_____Mozart oder Pop, singt singt!
Lasst uns musizieren, scherzen;
draußen sinkt die Abendglut,
Kinder halten Friedenskerzen,
Lichter geben Kraft und Mut.

7. Strophe micha vRhein

Unsre Heimat tief im Herzen
reichen wir der Welt die Hand.
Menschenrechte, Würde, Wissen
sind das einigende Band.
Hohe Werte auf Terrassen
der Geschichte dieser Welt
wollen lernend wir erfassen!
Strahle Deutschland, strahl wie Gold!

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Mittwoch, 22. Mai 2013

12er Filmserie zur National-Hymne und dem Deutschland-Lied, Anhang: Stationen zum National-Staat

Hier hatte ich Filme zu den ehemaligen Strophen, die ich nun heraus genommen habe. Ich plane aber eine gesprochene und eine gesangliche Interpretation. Den weiteren Text lasse ich heute, 23.11.19, stehen, verbessere noch meinen satirischen Song, siehe unten (die letzte Zeile).

Einige "Klappentexte"

  • Bürger-Erziehung zur Gefügigkeit, kitschige Identität, verlogenes Glück-Versprechen: die deutsche Nationalhymne!
  • Die Isolierung nur der einen dritten Strophe als los getretene Nationalhymne ohne die ersten beiden anderen Strophen geschah erst mit der Deutschen Einheit unter Helmut Kohl. Damit wurde die Nationalhymne zu einer Fälschung mit anderer Sinngebung, die im Kitsch ertrinkt.
  • Eine andere Möglichkeit, als auf geschichtlicher Linie zu bleiben, nicht wegen Hitler weg zu laufen, Hoffmann von Fallersleben zu würdigen, sehe ich nicht. Die kurze Erinnerung an unsere Geschichte im Anhang mit zwei Bildern zeigt, wie wichtig es für uns Deutsche ist, auf dieser historischen Linie zu bleiben. Das bedeutet: die innere Bewegtheit von Hoffmann von Fallersleben, die im Deutschland-Lied zum Ausdruck kommt, musste in einer neuen Hymne erhalten bleiben. Diese Hymne musste die gedanklichen Inhalte des Dichters wiedergeben und die Wurzeln seiner Motivation mitnehmen. Sie musste das Deutschland-Lied als historisch-dichterische Ganzheit berücksichtigen. Sie musste andererseits durch Um- und Neudichtung den Text auf eine zeitgemäße Nation-Hymne anheben, die Deutschland auch wirklich beschreibt, Schwerpunkte setzt und innerlich bewegen kann, wenn sie als Lied gesungen wird. Sie musste ein ehrliches, positives Bild geben, um schlicht und ohne Übertreibung und Überheblichkeit zu zeigen, dass sich unser Land in der Welt behaupten kann und vor allem, dass dieses Land von seinen Bürgern geliebt wird. Das sind die Anforderungen, falls sich jemand ebenfalls hinsetzen möchte, um eine solche Hymne aufzuschreiben.
  • Die Serie von 12 Filmen zu Nationalhymne, deutscher Identität und Deutschlandlied entstand spontan ohne Hilfsmittel. Nur im Film 2 wurden Pausen gestrafft, um die zulässige Dauer für YouTube sicher zu stellen. Der Reiz der Serie besteht vielleicht darin, dass alle Ideen und Schlussfolgerungen spontan ohne Skript oder Handzettel erst unmittelbar einfielen. Ungekünstelter und unmittelbarer geht es nicht! Ich wünsche viel Spaß dabei, die Gedankengänge mit zu verfolgen. Außer hier in YouTube erscheinen einzelne Teile der Folge als e-Book mit Aktivierung der Film-Freischalt-Adresse.

Wie sähe ein Appell von Hoffmann von Fallersleben denn heute aus?
Das Deutschland-Lied war ein Appell. Diese Aussage ist in meinen 12 Filmen zum Deutschland-Lied. Um dies klar zu verstehen, muss man wissen, dass sich dieser Appell von einem "ausgestoßenen" Ex-Professor Hoffmann von Fallersleben, der in Helgoland sozial so ziemlich ganz "unten" angekommen war, über Universitäten und Studenten, unter dem nachhaltigen Eindruck des Wartburgfestes 1817, siehe diese Film-Serie unten, an die Splitter-Staaten in Deutschland richtete. Der Appell kam von "unten", von einem Bürger, der sich Rechts-Sicherheit gegen Fürsten-Willkür in einem geeinten Vaterland ersehnte. 
Man beachte die Richtung. Der Appell kam von "unten" und richtete sich nach "oben", verhallte, bis Preussen viel später einen deutschen National-Staat erpresste, diktierte. 
Nun benutzten die von "oben", Helmut Kohl und Richard von Weizsäcker als Bundes-Präsident, die heraus "filetierte" dritte Strophe für eine National-Hymne als Diktat von "oben" nach "unten", die von den Deutschen "unten" stillen Gehorsam durch "Einigkeit" im blühenden Glück einfordert. 
Heimlich wurde die Richtung getauscht. Aus von "unten nach oben" wurde ein manipulierendes von "Oben-nach-unten". 
Im dritten Teil meiner Filme werde ich eindringlich und frage: Leute, merkt ihr denn das gar nicht? Dass sich die Oberen auf das Deutschland-Lied berufen und es um 180 Grad verfälschen? 
Sie berufen sich also auf das Deutschland-Lied, verfälschen es, manipulieren und schieben die ersten beiden Strophen und damit den eigentlichen historischen Gehalt des Liedes als unangenehm und unerwünscht beiseite. Aus dem früheren Appell HvF`s wurde kaum bemerkte Manipulation mit dem Ziel, politische Entscheidungen in einer Wolke der "Einigkeit" passieren zu lassen, Deutschland so nebenbei total zu verschulden und die eigene Parteien-Macht zu stärken. 
Soweit sind wir also mit unserer Logik. Nur fehlt nun noch etwas. Unsere neuen Regierungen berufen sich auf einen Appell von "unten nach oben" und bemühen den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages, um die Historie auszubreiten, ohne daraus Konsequenten zu ziehen. Wie sähe denn ein solcher Appell von unten in Wirklichkeit aus? Wie klänge denn heute ein Appell HvF`s an die Oberen, an den Bundestag und die Länder in Deutschland? Sollen wir es versuchen und die Logik zu Ende denken, die auf dem Kopf stehende Logik wieder auf die Füße stellen? 
Bürger-Recht und Schulden-Freiheit
fordern wir vom deutschen Staat!
Einigt euch, ihr Länder, endlich!
Rationalisiert und spart!
Stiehlt nicht von den Kindern schändlich,
Dient dem Bürger und nicht euch!
Dient dem Vaterlande endlich,
Macht schmarotzend Euch nicht reich!
So sähe ein Appell gemäß Hoffmann von Fallersleben heute aus! (Nachtrag am 28.5.2013)


Nun die letzte Fassung der Nation-Hymne vom 09. Mai 2013. Die alten Fassungen lasse ich stehen, um eine Vorstellung vom mühevollen "Geschäft" des Dichtens und Nach-Dichtens zu geben.


1. Strophe HvF + micha vRhein

Deutschland geht uns über alles,
über alles in der Welt,
weil es uns und unsre Kinder
immer in die Heimat zieht.
Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland geht uns über alles,
über alles in der Welt!


2. Strophe HvF + micha vRhein

Präzision und deutsches Wissen,
Finder-Geist auf hohem Rang,
sollen in der Welt behalten
ihren alten guten Klang.
Uns für Taten zu begeistern,
unser ganzes Leben lang,
lernen wir von alten Meistern
wie auf einem Studiengang.


3. alternative Strophe HvF + micha vRhein

Freiheit, schöpferisches Leben
überall im ganzen Land!
Danach lasst uns alle streben,
allesamt mit Herz und Hand!
Freiheit, Recht und Chancengleichheit
sei das dauerhafte Band;
blüh' im Glanze unsrer Freiheit,
blühe, deutsches Vaterland.


4. Strophe micha vRhein

Deutschland haben wir zur Seite!
Friede dem vereinten Land;
restauriert sind alte Städte,
schön der Küsten weißer Sand;
Schlösser, Burgen, Glocken, Feste,
Goethe, Dürer, Wagner, Kant –
fast unendlich scheint die Liste.
"Ja, wir lieben dieses Land".


5. Strophe micha vRhein

Humboldt-Universitäten,
Sprachenschulen und Museen
werden Deutschland weiterbringen,
Ziele vor den Augen steh'n.
Jung, mit allen wachen Sinnen,
formen wir das schöne Land.
Neue Zeiten zu beginnen,
liegt in unsrer aller Hand.


6. Strophe micha vRhein

Bachs gemischte große Chöre,
Schumann, der ins Inn’re dringt,
Beethoven uns ganz gehöre,
Mozart oder Pop, singt singt!
Lasst uns musizieren, scherzen;
draußen sinkt die Abendglut,
Kinder halten Friedenskerzen,
Lichter geben Kraft und Mut.


7. Strophe micha vRhein

Unsre Heimat tief im Herzen
reichen wir der Welt die Hand.
Menschenrechte, Würde, Wissen
sind das einigende Band.
Hohe Werte auf Terrassen
der Geschichte dieser Welt
wollen lernend wir erfassen!
Strahle Deutschland, strahl wie Gold!



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Warum einzelne Zeilen so und nicht anders lauten, das geht aus dem Gesprochenen der Filme hervor. Die spontanen Texte habe ich abgehört und getippt. Sie erscheinen in den eBooks.

Eine andere Möglichkeit, als auf geschichtlicher Linie zu bleiben, nicht wegen Hitler weg zu laufen, Hoffmann von Fallersleben zu würdigen, sehe ich nicht. Neudichtungen Richtung Rock-Text etc - alles Müll. Die damalige Aktion von Ex-Bundestags-Präsident Thierse mit der BILD einer Ausschreibung brachte nichts, ist sehr schnell in der Versenkung verschwunden. Daher ist die NationHymne keine Werkstatt mehr, sie steht. So einige Jahre hatte ich dringend um Mitarbeit gebeten, Zeitungen, Präsidenten wurden angeschrieben. Es kamen keine Anregungen, die auch gezeigt hätten, dass irgend ein noch so kleiner Kultur-patriotischer Funke übergesprungen wäre. Für meine ganze Arbeit über die Jahre wurde ich eher diffamiert. Arbeit? Ja, harte Arbeit, unbezahlte übrigens, denn meine instantanen Blog-Kolumnen zu Politik und Zeitgeschehen erzeugten Erfahrungs-Werte, die in die Nation-Hymne einflossen. Beides, Hoffmann von Fallersleben als Maßstab und meine satirischen Kolumnen gehören irgendwie zusammen. Ja wo ist denn unser einigendes Band?

Erst jetzt, ganz zum Schluss, kommen einige gute Kritiken und Kommentare, von denen ich Albert Schaper: Top Job, Michael!!! und Fridemar Pache von der Facebook-Gruppe UnPartei herausheben möchte:
Lieber Micha , deine Gedanken und FormulierungsAlternative n zur NationalHymne sind inspirierend und ((hoffentlich nicht nur) nach Ansicht des Posters) es wert, in einen erweiterten gemeinschaftlichen Diskurs eingebettet zu werden.
Besonders hilfreich sind deine Vergleiche mit anderen NationalHymnen, was Konkretheit und Abstraktion betrifft. Wer macht sich schon bewusst, dass Einheit und Freiheit in einem starken, nicht ganz unproblematischen Spannungsverhältnis stehen und dass unsere Liebe zum Land viel einfacher und unverschnörkelter ausgedrückt werden kann.

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DER LANGE WEG ZUM DEUTSCHEN NATIONAL-STAAT






Eigentlich sollte es eine Feier anläßlich des 300.Jahrestag des Thesenanschlags von Martin Luther sein und des vierten Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig. Daraus entstanden ist der zum ersten mal verfasste Grundgedanke eines demokratischen Deutschlands. Zitat (Karl Thielecke "Das Wartburgfest 1817/Der Anfang der deutschen Bewegung im 19.Jhdt.): Sie nehmen die Forderungen (insbesondere Freiheit der Person, Sicherheit des Eigentums, Meinungs- und Pressefreiheit, Einrichtung von Schwurgerichten, Ministerverantwortlichkeit, Gleichheit vor dem Gesetz) vorweg,..., sie flossen teilweise wörtlich in die Paulskirchenverfassung(1849), die Weimarer Verfassung(1919) und das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland(1949) ein. Text und weiteres Material HIER







Hambacher Taschentuch von Ferdinand Rudolph Hassler: in der Mitte der Zug auf das Hambacher Schloß, umgeben von führenden Liberalen, in den Ecken allegorische Frauengestalten für Weisheit, Tapferkeit, Besonnenheit und Gerechtigkeit; Leinenbatist, 74 x 74 cm, 1832. Text und weiteres Material HIER

Mittwoch, 21. März 2012

Bachs gemischte große Chöre – 800 Jahre Thomaner-Chor – die erste Präsenz des neuen Bundes-Präsidenten Joachim Gauck


Der Thomanerchor Leipzig – 800 Jahre-Feier

"Ich bin dankbar, dass das mein erster Termin war", sagte der neue Bundespräsident Gauck

BP Gauck, kaum im Amt, lebt die Nation-Hymne, ohne dass er sie kennt. Die betreffende Strophe ...

6. Strophe micha vRhein 
Bachs gemischte große Chöre,
Schumann, der ins Inn’re dringt,
Beethoven uns ganz gehöre,
Mozart oder Pop, singt singt!
Lasst uns musizieren, scherzen;
draußen sinkt die Abendglut,
Kinder halten Friedenskerzen,
Lichter geben Kraft und Mut.

... passt sehr gut zur ersten Amts-Handlung Gaucks. Er vermittelt das Gewicht deutscher/europäischer Kultur und ist zur Stelle. Die Nation-Hymne ergänzt das Gewicht des Ideologie-freien Zuhörens im musikalischen Raum. Das Singen wird so etwas wie die naive Freiheit von Kindern. Das Musizieren verlangt kontemplatives Geben, Scherzen befreit. Die Natur ist wie Musik, wenn sich die untergehende Sonne bewegt. Kinder halten in ihr den Frieden in den Händen. Lichter werden zu Frieden und geben Kraft, dem Krieg und der Zerstörung zu widerstehen.

22/März/12 +7 24:01 Die Nation-Hymne lenkt den Blick auf uns, uns Bürger in Deutschland. Sollte sie einmal ein Politiker singen, ist auch er "nur" Bürger. Darin, in dieser Hymne, ist von Menschen die Rede, denen ihr Land "über alles geht", von Erfinder-Geist, von Taten und Begeisterung, vom Lernen bei Alten Meistern, von Freiheit und schöpferischem Leben, von Chancengleichheit, von alten restaurierten Städten, von Festen, Dichtern, Malern, Archäologen und Philosophen, indirekt von Kurt Tucholsky, von Universitäten, Museen, von Jugend, die formt, von Kindern des Landes, von Menschenrechten und Würde, von Geschichte, die weltweit hohe Werte in sich birgt, wenn es Menschen gibt, die zum Lernen bereit sind.

Von Politik ist nicht die Rede. Das "Formen des Landes" bezieht sich also nicht auf Politiker, Parlamente, auf die Gesetzgebung, sondern auf alle Deutschen, einschließlich der Jugend, die ihre Zeit gestalten will. BP Gauck ging mitten hinein in die bürgerliche Welt und hörte zu. Ein großartiger Anfang!

Kritik an seiner Vereidigungs-Rede vor dem deutschen Bundestag findet sich HIER.


Sonntag, 4. März 2012

Kohl: Ich bin der Einheitskanzler, und ich sage euch, Einigkeit bedeutet 1:1 DM/Mark eingekaufte Einheit



Ein Wort, das die Nation-Hymne nicht enthält!

Helmut Kohl: Einigkeit bedeutet für mich und Sie zum Umtausch-Kurs von 1:1 eingekaufte Einheit – und ich bin der Einheits-Kanzler und Deutschland sind meine Landschaften und Europa ist mein Europa und meine Frau Hannelore?, "ach wissen Sie, Sie können einem auf die Nerven fallen".

Halbes Jahr später wäre die völlig herunter gewirtschaftete DDR fast umsonst zu haben gewesen. Davon war ich überzeugt. Der Macht-Politiker Kohl, der sich vor den Einheits-Prozess schob, ihn geradezu "vergewaltigte" und ihn nicht effektiv begleitete wie Genscher, verschleuderte Milliarden Steuergelder, um einen Platz in der Geschichte zu ergattern; etwas mehr Geduld hätte ein Schulden-Grab zwecks überhasteter Industrie-Förderung weitgehend verhindert und die Bevölkerung der DDR besser berücksichtigt. 

7/Maerz/2012 GMT+7 11:15 Einfügung

Kohl verweigerte ehemaligen Grund-Besitzern und Firmen, die von der DDR rechtswidrig enteignet worden waren, ihren Besitz, konsolidierte die Enteignungen und begründete dies damit, Gorbatschow hätte es zur Bedingung für die Einigung gemacht. Gorbatschow widersprach Kohl später. Es war eine Lüge Kohls. Vor Gericht entging Kohl knapp einer Beugehaft wegen einer verheimlichten Partei-Spende für die CDU. 

Lax wie mit dem Recht und mit Steuer-Mitteln für Mitteldeutschland ging Kohl mit der Nationalhymne um. Sie sollte nur noch mit dem Wort "Einigkeit" beginnen. Der Bevölkerung oktroyierte er diese Entscheidung. BP von Weizsäcker wurde in diese Entscheidung hineingezogen. Allein die kurze Beschreibung Kohls zeigt, dass alle drei Worte der ersten Zeile der National-Hymne gleich bei ihrer Zwangs-Einführung mit Füßen getreten wurden: das falsch interpretierte Wort Einigkeit, das Recht und auch die Freiheit, zertreten von egozentrischer Macht-Politik, die sich in seiner langjährigen Ehe so auswirkte, dass Hannelore Kohl schließlich Selbstmord beging. Medizinisch gab es ihre Licht-Allergie gar nicht. Sie unterlag einer psychischen "Vergewaltigung" und einer Untreue ihres Kanzler-Gatten und schied wie blind aus dem Leben. Sie konnte und wollte Deutschland nicht mehr mit den Augen Kohls sehen, sah aber keine Alternative. Die Deutschen müssen Deutschland, was ihre Hymne betrifft, mit den Augen Kohls sehen. Sie wehren sich nicht dagegen, wie Hannelore Kohl. Sie denken kaum nach. Sie überlegen nicht, dass die Nationalhymne verhindert, Liebe zum Land in Worten zum Ausdruck zu bringen. Sie verlagern ihre Liebe auf abstrakte Begriffe, die sich widersprechen und die, abgekoppelt vom Deutschlandlied und der Historie, kitschig sind, auch der jetzt unmotivierte "Glanz der Glückes".

Verfassung und Grundgesetz wurden den Deutschen aufoktroyiert. Die Siegermächte des Westens bestimmten den Ton. Ihnen folgten die Deutschen wie später den Diktaten Kohls. Trotz Grundgesetz versagten sie jedoch gleich bei der ersten Bewährung-Probe, der Anerkennung der Nürnberger Urteile über die Nazi-Verbrechen. Sie mogelten ehemalige Nazi-Größen in die Politik. Sie behinderten rechtliche Aufarbeitung, bis die Zeugen nun allmählich aussterben, scheinen Neonazis unterschwellig sogar zu unterstützen, ließen sie morden und taten kaum etwas. Neuerdings behindern sie die Aufarbeitung der Stasi-Verbrechen. Daran wird auch ein BP Gauck kaum etwas ändern. 

Eine wirkliche Änderung, eine eigene Leistung aus dem Volk, keine Fremdbestimmung, bedeutet die antinazistische Nation-Hymne. Gerade deshalb, muss ich annehmen, wird sie von Politik, Medien und einflussreichen Personen ignoriert. Offenbar brauchen die Deutschen das diktatorische Prinzip, sonst reagieren sie nicht. Nehmen wir es mit Humor. Ende der Einfügung.

Die isolierte dritte Strophe von HvF, von Helmut Kohl eingeführt und seitdem Nationalhymne allein, vom historischen Zusammenhang abgekoppelt, soll gerne doch weiter gesungen werden von denen, die sie möchten! Es ist ja auch wirklich zu lustig, wenn eine Nationalhymne betonungsmäßig mit einem Ei beginnt, Spiegelei, rohes oder gekochtes, an das "nig" und "keit" wie Tränensäcke angehängt werden müssen, damit ein Wort herauskommt, dessen Bedeutung oder Inhalt in Deutschland nicht vorkommt und niemals vorkam (außer bei Nazis nach Reden des Einpeitschers Josef Goebbels) und niemals vorkommen wird. Zur Erläuterung: Einigkeit, Einmütigkeit, Eine-Meinung-Gebot mag bei Paaren, in kleinen Gruppen, unter Freunden kurzzeitig ja recht schön sein, eine Einig-Volk-Einigkeit dagegen ist, war und bleibt immer nur diktatorischer Wunschtraum, Zwang, ethnische Säuberung, Shoah, Rassenhass, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz, Selektion und Freiheit-beraubende Überheblichkeit, Einigkeit, die andere zertrampelt, Demokratie-feindliche Wunsch-Einigkeit auch der Neonazis. Diese Einig-Volk-Einigkeit enthält leider nun auch die Nationalhymne gleich ganz am Anfang; bei BK Merkel wird auf Parteiveranstaltungen, auf denen sie regelmäßig den Text singen lässt, eine Einigkeit des Volkes mit der CDU suggeriert – eine sehr genehme Manipulation, und das Volk merkt es nicht. Im historischen Deutschland-Lied war das Wort Einigkeit lediglich ein Appell für einen einmaligen Vorgang, den Zusammenschluss von Klein-Staaten gleicher Sprache zu einer Nation, um neben anderen Nationalstaaten bestehen zu können. Sie kam nicht zustande, wurde von Preußen praktisch erzwungen. In Amerika bedeutete ein ähnlicher Vorgang Bürgerkrieg der Nord- gegen die Südstaaten.


Kleine Bemerkung am 8/Maerz/2012 GMT+7 12:50

Die Bilder-Google-Suche ist wieder nicht konsequent. Gestern kam nach dem Suchwort "Ich bin der Einheitskanzler" das Kolumnen-Bild mit dem Kohl-Ei noch ganz oben an erster Stelle, nach dem Suchwort "Enheitskanzler" noch an zwölfter Stelle in dritter Reihe von ca. 2500 Suchergebnissen. Heute ist das Bild hier wie da verschwunden. Es wurde "gemeldet", weil es eine durchdachte und äußerst wirksame Persiflage ist/war. Es wird wieder erscheinen, wenn der lange Arm der eitlen Politik-Klasse dann wieder zu kurz wird. Ich betrachte das vorübergehende Verschwinden als Erfolg. Die Kolumne soll möglichst nicht gelesen werden, weil ein selbst gebasteltes Politiker-Denkmal wie ein Kartenhaus zusammenbricht. Die Wahrheit setzt sich aber durch. – Das Bild ist nun nach einer Stunde allerdings in beiden Fällen wieder da. Ein böser Verdacht beschleicht mich. Es könnte ja sein, dass Suchergebnisse mit dem heimischen Rechner abgestimmt werden. Die Blog-Seite ist allerdings nicht auf dem Heim-Rechner, sondern auf dem Blog-Google-Server. Ich bin mir nicht sicher und werde das Suchergebnis in einem Internet-Café überprüfen. Nach wiederum einer Stunde ist das Bild nur unter dem Stichwort "Einheitskanzler" wieder verschwunden (gerade noch an zwölfter Stelle). Somit scheint die Konstellation des eigenen Rechners keine Rolle zu spielen. (11/3/12) Das Bild scheint inzwischen immer "gemeldet" zu werden, es ist aus der Google-Bilder-Suche verschwunden (11/3/12).




Das Singen der Nationalhymne zum Schluss der Wahl des neuen Bundespräsidenten Joachim Gauck, am 21/März/2012 +7 13:23


Schon im Ansatz machten sich die meisten Abgeordneten bereit: die Nationalhymne! Fällt mir der Text auch ein, ist einer der gängigsten stillen Fragen. Ist die TV-Kamera auf mich gerichtet? Von Fussballern ist bekannt, dass auf ihre Lippen gezoomt wird.

Dann kommt das erste Wort: Einigkeit. Sie kann keiner vergessen. Sie hat sich eingeprägt. Sie ist einfach, schlicht, voller schöner Assoziationen. Der Anfang ist also sicher, fest verankert im Gedächtnis, wie eingemeißelt. Einigkeit - wär hätte etwas dagegen? Unmöglich, wer das kritisiert! Der erste Wort hat die Inbrunst der Überzeugung bei sagen wir mal 95 % der Wahl-Männer und -Frauen. Diese Inbrunst hat seinen Grund. Das Anstimmen allein, dem alle folgen, ist Einigkeit, die freiwillige Einigkeit, wenn musiziert wird. Takt und Chor bestimmen, vergleichbar mit dem Marschlied: "Die Fahne hoch" von Wessel, einst ebenfalls Nationalhymne; die Inbrunst war die gleiche.

Die Einigkeit des Anstimmens der ehrwürdigen Nationalhymne lässt vergessen, dass eine Forderung an eine Nation ausgedrückt wird, die mit dem einmütigen Singen nichts das Geringste zu tun hat. Viele Opfer der Nazis werden sich an die Einigkeit des nationalistischen Staates erinnern, die gegen sie gerichtet war und vielen das Leben kostete. Das Wort hat den üblen Beigeschmack der Liquidierung von Minderheiten.

Nehmen wir einmal an, auch Beate Klarsfeld, die alternative Bundes-Präsidentin, hätte die Nationalhymne mitgesungen. Auf ihre Lippen schauen konnte ich nicht. Dann hätte sie sich zweimal verraten, einmal durch ihren Pakt mit den PDS-LINKEN, die Nazi-Verhör-Methoden pflegten, als sie mordend noch an der Macht waren, und ein anderes Mal durch das nazistisch durchtränkte Wort "Einigkeit". Nein, ich kann mir ihr Mitsingen eigentlich nicht vorstellen. Gauck dagegen habe ich gesehen. Er sang sie wie ein Kirchen-Lied. Das Problem ist bei ihm noch nicht angekommen. Man benötigt etwa zwei Jahre, um den Begriff und seine Bedeutung voll zu erkennen und objektiv zu denken. Etwa ein Jahr wird benötigt, um die Begriffe Einheit und Einigkeit zu unterscheiden, die das

Ei des Kolumbus, Alt-Kanzler Helmut Kohl,

als Gemenge-Brei ausgesessen hat, und die unterschiedlichen Bedeutungen zu sehen. Auf Anhieb geht es nicht. Wenn jemand nicht selbst darauf kommt und sich die Unterschiede und Bedeutungen von einem micha vRhein erklären lassen muss, dann klappt es eher nie!


Donnerstag, 1. März 2012

Jung, mit allen wachen Sinnen, formen wir das schöne Land ...


Bildzitat - ein Bild voller Optimismus

Ein modernes und sehr jugendliches Konzept für die Repräsentation Deutschlands in und um Schloss Bellevue

Wie wäre es, wenn Deutschland keinen Präsidenten mehr hätte? Viele Deutsche wären damit einverstanden, schon wegen der Kosten. Diese sollten aber nicht entscheidend sein. Es geht darum, einen Standpunkt zu entwickeln, der Neues beinhaltet. Uns liegt am Herzen, dass Deutschland repräsentiert wird. Das präsidiale Zentrum für Repräsentation, Empfänge, Ehren-Urkunden etc. einfach zu streichen und Bellevue verwaisen zu lassen, geht eigentlich nicht. Aber es gibt eine interessante Lösung, auf die bisher noch niemand gekommen ist. Sie verdient denke ich Aufmerksamkeit. Das Konzept entspricht einer Art Basis-Demokratie. Jugend soll Deutschland vertreten.

Anmerkung 25/März/2012 +7 17:30

Dieses Konzept schickte ich am 29/März/2012 +1 16:18 an die Piraten-Partei. Die Führung sollte überlegen, ob es vielleicht Sinn macht, die Argumente schon während der Vorbereitung zur Wahl des deutschen Bundespräsidenten zum Ausdruck zu bringen, auch wenn die Wahl Gaucks schon beschlossen war. Leider erhielt ich bisher keine Antwort. Eine Piratin sprach jedoch später öffentlich davon, dass die Piraten-Partei für eine "moderne" Lösung eintrete. Offenbar fiel die Anregung auf fruchtbaren Boden. Das Zitieren der Herkunft der Idee aus meiner Schreib-Werkstatt darf dabei allerdings nicht unter den Tisch fallen. Den Link zu diesem Schreiben mache ich hiermit öffentlich. Anmerkung Ende 17:37

Die fünfte Strophe der "stillen Präsidentin", der Nation-Hymne, gibt vor, dass Jugend an der Gestaltung des Landes beteiligt wird.


5. Strophe micha vRhein 
Humboldt-Universitäten,
Sprachenschulen und Museen
werden Deutschland weiterbringen,
Ziele vor den Augen steh'n.
Jung, mit allen wachen Sinnen,
formen wir das schöne Land.
Neue Zeiten zu beginnen,
liegt in unsrer aller Hand.


Das Konzept "gehorcht" also der Hymne und nimmt die darin enthaltenen Zeilen ernst. Nun muss es nur noch Gestalt annehmen. Wir empfinden wohl alle, dass das Amt des Bundes-Präsidenten irgendwie verändert werden muss. Das Konzept soll nun Jugend ins Schloss Bellevue hinein bringen. Wie?:

1. Der Bundes-Präsident wird abgeschafft.
2. Die Repräsentation übernimmt ein Designierter oder eine Designierte pro Staatsakt im Rotations-Verfahren
3. Anteilig werden die Parteien im Bundestag verpflichtet.
4. Sie stellen pro Staatsakt jeweils den jüngsten oder die jüngste Abgeordnete, dann die oder den Zweitjüngsten usw. Ihnen steht ein Zeremonien-Meister oder eine Zeremonien-Meisterin zur Seite.
5. Für alle möglichen Staatsakte wird ein festes Zeremoniell festgelegt, so dass die (ehrenamtliche) Aufgabe ohne weiteres bewältigt werden kann.
6. Die Staatsakte beinhalten Bankette, Feste, angemessene folkloristische Darstellungen im Hinblick auf die Gäste, Musik, eventuell ausgewählte Kunst, die zum Anlass passt.
7. Das Gewicht liegt auf Etikette, die gelegentlich auch eine Begegnung von Parlamentariern, Fachleuten, Wirtschafts-Vertretern und so weiter mit Gästen des Landes ermöglichen kann. Das Bewusstsein für gutes Benehmen wird angeregt. Es geht um eine höhere Stufe der Zivilisation, die den ebenbürtigen weiblichen Teil der Bevölkerung besonders ehrt¹ und männlichen, oft rechthaberischen Intellekt etwas zurückdrängt.
8. Die Zeremonie, die formvollendete Festlichkeit ist ein Gegen-Pol zum Parlamentarismus, dessen effektive Unflätigkeit u. a. von Herbert Wehner (SPD) begründet wurde. Das Konzept rückt also von klugen Ansprachen, von einer konkurrierenden politischen Beteiligung eines Bundes-Präsidenten ab und stärkt die Identität des Landes von der Basis und für das Auge.

Auch hier gibt die "stille Präsidentin", die Nation-Hymne neben der Nationalhymne², wieder die nötige Orientierung. Sie existiert, erwähne ich nur. Man sieht ja, ich bin gerade dabei, Teile der sieben Strophen hier zu thematisieren, damit Zeilen auch verstanden werden. Hier ist von den Strophen die fünfte. Jugend ist die Königin des Landes, wache Sinne bedeuten volles Leben.

Einschub 25/März/2012 +7 17:58

Worum geht es eigentlich? Die Tradition des Bundes-Präsidenten wurzelt entfernt im deutschen Kaiser-Reich, das mit Wilhelm II. unterging. Die Kriegs-Schuld-Frage soll hier nicht diskutiert werden. Die angebliche ausschließliche Schuld Wilhelm II. muss noch dringend aufgearbeitet werden. Das Konzept sieht nicht vor, die Monarchie zu beleben. Sehnsüchte in der Bevölkerung mögen vorhanden sein. In einer Diskussion mit dem Ururenkel Wilhelms II bei Plasberg wurden diese Sehnsüchte angesprochen. SPD-Müntefering reagierte harsch und verletzend. Seine Reaktion zeigte, dass Deutschland offenbar Defizite hat, wenn es ums Benehmen geht. Mein Konzept soll die Monarchie nicht "retten". Vielmehr sieht das Konzept vor, Zeremonie und gute Sitten zusammen mit einer frischen Beteiligung der Jugend zu beleben. Das wäre das Gute aus der Vergangenheit. Hier hat Deutschland Nachholbedarf. Ende des Einschubs +7 18:10

Ich schlage vor, dass die Nation-Hymne von einem jungen Deutschen oder einer jungen Deutschen noch während des Wahlvorgangs des nächsten Bundes-Präsidenten öffentlich vertreten wird. Einen Bundes-Präsidenten oder eine Bundes-Präsidentin kann sie nämlich weitgehend ersetzen. Das Rotations-Konzept für Repräsentation benötigt diese geistige Orientierung. Allein die Nation-Hymne stellt deutsche Identität – nach langer Zeit auf Krücken – endlich wieder auf die Füsse. So viel kann ein Präsident oder eine Präsidentin während einer Amtszeit nicht leisten³.


_____________


¹
Die zweite Strophe des Deutschland-Liedes von Hofmann von Fallersleben, die "pädagogische", die auf Walther von der Vogelweide basiert, klingt hier und an anderen Stellen der Nation-Hymne mit.

²
Zu betonen ist das "Neben" der National-Hymne. Die isolierte dritte Strophe von HvF soll gerne doch weiter gesungen werden von denen, die sie möchten! Es ist ja auch zu lustig, wenn eine Nationalhymne betonungsmäßig mit einem Ei beginnt, Spiegelei, rohes oder gekochtes, an das "nig" und "keit" angehängt werden müssen, damit ein Wort herauskommt, dessen Bedeutung oder Inhalt in Deutschland nicht vorkommt und niemals vorkam (außer vor Nazis nach Reden des Einpeitschers Josef Goebbels) und niemals vorkommen wird. 5/Maerz/2012: Zur Erläuterung: Einigkeit, Einmütigkeit, Eine-Meinung-Gebot mag bei Paaren, in kleinen Gruppen, unter Freunden kurzzeitig ja recht schön sein, eine Einig-Volk-Einigkeit dagegen ist, war und bleibt immer nur diktatorischer Wunschtraum, Zwang, ethnische Säuberung, Shoah, Rassenhass, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz, Selektion und Freiheit-beraubende Überheblichkeit, Einigkeit, die andere zertrampelt, Demokratie-feindliche Wunsch-Einigkeit auch der Neonazis. Diese Einig-Volk-Einigkeit enthält leider nun auch die Nationalhymne gleich ganz am Anfang; bei BK Merkel wird auf Parteiveranstaltungen, auf denen sie regelmäßig den Text singen lässt, eine Einigkeit des Volkes mit der CDU suggeriert – eine sehr genehme Manipulation, und das Volk merkt es nicht. Im historischen Deutschland-Lied war Einigkeit lediglich ein Appell für einen einmaligen Vorgang, den Zusammenschluss von Klein-Staaten gleicher Sprache zu einer Nation, um neben anderen Nationalstaaten bestehen zu können. Sie kam nicht zustande, wurde von Preußen praktisch erzwungen. In Amerika bedeutete ein ähnlicher Vorgang Bürgerkrieg der Nord- gegen die Südstaaten.

³
Oft wird gefragt, was Bundespräsidenten geleistet haben. Herzog: "Ruck durch Deutschland", Köhler: Afrika-Forum, Wulff: "Der Islam gehört zu Deutschland" usw. So die Antworten. Natürlich ist es mehr. Aber das Mehr ist hinterher kaum greifbar, weil es unter Bergen von Protokollen zu Auslandsreisen und Empfängen verborgen ist. Die Kosten dafür waren hoch. Diese Leistungen sind peanuts! gegenüber der ständig präsenten Aussage der Nation-Hymne, die ungelöste Schuld und Identität Deutschlands durch einen Text löst, der das kultur-patriotische Feuer des Hoffmann von Fallersleben bewahrt, den späteren Nazismus eliminiert und darüber hinaus in der sehr schönen Form der siebten Strophe aussagt, dass Deutschland von anderen Nationen und Kulturen lernen kann. Diese wissbegierige Offenheit war immer ein Wesenszug der Deutschen. Die Lernbereitschaft ist die beste Aussage aus Deutschland, die es geben kann, um düstere Vergangenheit zu bewältigen.

Wenn schon von den Kosten der Präsidenten die Rede war, deren astronomische Ziffern ich nicht ausrechnen will, sollen auch die Kosten der Nation-Hymne genannt werden. Ich weiß sie nicht. Immer mal wieder etwas Überlegung über den Zeitraum von 12 Jahren, zugrunde liegende politische und kulturelle Erfahrung durch meine Kolumnen, zugrunde liegende religiöse Dispute und Konzepte, dann die Dichtung selbst (Hält sie das Versmaß? Was ist sie wert?), historische Studien, endlose Beiträge in zwei Foren zum Deutschland-Lied, Vergleiche mit der Kinderhymne von Brecht, der DDR-Hymne und Versuchen anderer, zugrunde liegende redaktionelle Erfahrung im Verlag, auch zugrunde liegende Publikationen und Arbeiten an der Identität Deutschlands (Denkmallisten, Museum-Grundinventar, historischer Glocken-Atlas, Festlegung von historischen Stadt-Ensembles etc.) – zusammen ein gutes Stück Arbeit und eine recht gute Grundlage für tatsächliche begründbare Substanz. Ach so, die Kosten, fast hätte ich sie vergessen. Kein einziger Cent und keine einzige Zeile wurden von irgendwo her beigesteuert. Immer hatte ich um geistige Beteiligung gebeten. Sie kam nicht. Aber das Copyright wurde verletzt, so von Horst Köhler, der die zugeschickte Hymne für seine erste Berliner Rede verwertete und mich, den Autoren, beiseite schob. Horst (Wer?) schrieb am nächsten Tag nach der Rede die Presse.

Von der Änderung der politischen Windrichtung nach rechts will ich gar nicht reden. Oskar Lafontaine hatte meine damalige Zeile "Goethe, Dürer, Schlüter, Kant" (heißt jetzt "Goethe, Dürer, Schliemann, Kant", weil sich Schlüter mit dem anschließenden Entschluss des Parlamentes, das Berliner Schloss wieder aufzubauen, "erledigte") in seiner Bildzeitung-Kolumne "Mein Herz schlägt links" genannt (für Schliemann schlug er Beethoven vor) und von einer neuen leicht patriotischen Bürger-Bewegung gesprochen. Die CDU/CSU profitierte davon und stellte danach die Regierung.


Sonntag, 26. Februar 2012

"Ja, wir lieben dieses Land" ... (Tucholsky) – Teil der Nation-Hymne



Kurt Tucholsky 1928 in Paris


4. Strophe micha vRhein  
Deutschland haben wir zur Seite!
Friede dem vereinten Land;
restauriert sind alte Städte,
schön der Küsten weißer Sand;
Schlösser, Burgen, Glocken, Feste,
Goethe, Dürer, Schliemann, Kant –
fast unendlich scheint die Liste,
ja, wir lieben dieses Land.


Kurt Tucholsky:

"Ja, wir lieben dieses Land.
Und nun will ich euch mal etwas sagen: Es ist ja nicht wahr, daß jene, die sich national nennen und nichts weiter sind als bürgerlich‑natio-nalistisch, dieses Land und seine Sprache für sich gepachtet haben.
Weder der Herr Regierungsvertreter im Gehrock noch der Ober-studienrat noch die Herren und Damen des Stahlhelms allein sind Deutschland. Wir sind auch noch da.
Sie reißen den Mund auf und rufen: "Im Namen Deutschlands ... !" Sie rufen: "Wir lieben dieses Land, nur wir lieben es." Es ist nicht wahr.
... Und so wie die nationalen Verbände über die Wege trommeln – mit dem gleichen Recht, mit genau demselben Recht nehmen wir, wir, die wir hier geboren sind, wir, die wir besser deutsch schreiben und sprechen als die Mehrzahl der nationalen Esel – mit genau demselben Recht nehmen wir Fluß und Wald in Beschlag, Strand und Haus, Lichtung und Wiese: es ist unser Land.
... Deutschland ist ein gespaltenes Land. Ein Teil von ihm sind wir. Und in allen Gegensätzen steht – unerschütterlich, ohne Fahne, ohne Leier-kasten, ohne Sentimentalität und ohne gezücktes Schwert – die stille Liebe zu unserer Heimat."


Nun wird hoffentlich klar, warum die Liebes-Erklärung für Deutschland von Kurt Tucholsky Teil der Nation-Hymne geworden ist – Liebe zu unserem Land führt über diesen Geist, kann wegen der Shoah nur über ihn führen, vorbei an Neonazis, vorbei an Ignoranz und moderner Macht-Politik, die geistig kaum noch ansprechbar ist, die gewählt wird und wieder verschwindet, hin zu diesem unserem Land voller Kultur und voller Werte, die ganz vorsichtig und sorgfältig behandelt und entdeckt werden müssen. Liebe, auch zu einem Land, muss behutsam sein.

28/Febr/2011 GMT+7 11:01

Liebe, auch zu einem Land, wird individuell verschieden sein, jugendlich stürmisch, cool bis gleichgültig, intellektuell ablehnend, Medien-wirksam kalkuliert, pessimistisch-enttäuscht, mimosenhaft-zögerlich, Goethe- oder Stellvertreter-verlangend, radikal fordernd, freiheitlich-unverbindlich, ideologisch berechnend, aufrechnend-genau, verschämt, skurril, lespisch, homosexuell, Erfahrungen-durchwachsen, pädophil-verheimlichend, streitbar-süchtig, selbst gefühlskalt, süchtig-erblindet, widersprüchlich, Zufall-abhängig, launisch, abwartend, falsch, psychopatisch, jauchzend-übertrieben, zurückhaltend-überzogen und so weiter. Die normale Liebe kommt nicht vor. Sie ist selten. Die "stille Liebe" ohne Fahnen, Sentimentalität oder Schwert gehört dazu. Diese Liebe ist im Begriff, das Objekt der Liebe zu verlieren. In ihr steckt das Potential der Tragödien. Liebe vergrößert dieses Potential und will sich deshalb zurückziehen, will still sein, will sich verstecken. Das Weltliche lauert und droht sie zu zerstören.

Jeder wird also die Zeile anders empfinden, frei interpretieren, im Stillen mit Teilen des eigenen Lebens assoziieren. So soll es ja sein. Sie wird aber auch vorbereitet. Alle sieben Strophen zusammen leiten zu Empfindungen der Kindheit, die noch ursprünglich waren, noch unverdorben, noch gegeben, noch allgemeingültig-geschaffen, noch ohne Erziehung, noch triebhaft lernbegierig. Direkt erwähnt werden Kinder in der ersten und sechsten Strophe der Nation-Hymne. Ich wüsste eigentlich keine andere Hymne, in der die Kinder des eigenen Landes so gewichtet werden. Die Diskussion bei Jauch am Sonntag brachte die Feststellung heraus, Deutschland sei hinsichtlich der Behandlung seiner Kinder ein "Entwicklungsland". Eine solche Kritik verbietet sich in einer Hymne. Sie kann auf den richtigen Weg hinsteuern, mehr nicht.

Dazu müsste sie aber erst einmal wahrgenommen werden. Ich habe manchmal den Eindruck, sie sei eine unerwünschte Nachricht, diskriminiert von "oben", ähnlich dem Nachrichten-"Verbot" oder dem redaktionellen Schweige-Gebot, dass etwa der Spenden-Geber Kohls, den er auch nach seiner Spenden-Affäre trotzig verschwieg, der Medien-Mogul Kirch war, oder dass der Fußball-Bundes-Trainer schwul ist. Solche redaktionellen Gebote/Verbote liegen zuhauf in den Schreibtisch-Schubladen der einflussreichen Radakteure der deutschen Medien-Landschaft. Sie befolgen sie, weil nahezu alle Medien bereits von Parteigängern durchsetzt sind, die übermittelte Macht weiter geben und Meinungen manipulieren.


Freitag, 24. Februar 2012

Die stille Präsidentin: eine deutsche Nation-Hymne der gegenwärtigen Freiheit und Identität neben der historischen Nationalhymne






Deutschland braucht jetzt einen  Thomas Paine (1737 – 1809; "Common Sense", Philadelphia MDCCLXXVI). Das Blüten-Bild mit den ausgestreckten Händen und den beiden Knospen, die ein V-Zeichen für Victory ergeben, hatte ich "Freiheit" genannt. Thomas Paine passt da hinein wie kein anderer. FREIHEIT soll auch das Thema des designierten Bundes-Präsidenten Joachim Gauck sein. Wir vergleichen also Gauck mit Thomas Paine. Um mehr zu verstehen, drängt sich ein Artikel auf, wenn auch von einer LINKEN, die Akten von Oppositionellen immer sehr schnell öffnen, ihre eigenen dagegen verschließen. Gauck musste lange warten, bis sich politische Freiheit bot. Paine überlebte für seine Idee der Freiheit mehrmals nur durch Zufall. Seine Schriften wirkten tief in die Zukunft und also auch Geschichte hinein. Der Internet-Schreibtisch vRhein ehrt Thomas Paine noch mehr als Theodor Heuss.

Ideologien von rechts oder links, die staatlich gelenkt werden, können eine Gesellschaft knebeln und ihrer Freiheit berauben. Familien werden verängstigt. Spitzel lauern, Aufsicht und Strafe drohen, Vertrauen, Glück und Zukunft-Chancen werden zerstört. Eine ideologisch geschulte Kaste drängt an die Macht, unterdrückt andere und lebt privilegiert. So mag Gauck die DDR erlebt haben, auch wenn er sich vielleicht arrangierte, um als Pastor einen kleinen Einfluss auf seine Gemeinde in einem christlichen und nicht ideologischen Sinne zu erhalten. 

Die Nation-Hymne, die neben der National-Hymne existiert, rückt die Freiheit nach vorn:
3. alternative Strophe HvF + micha vRhein  
Freiheit, schöpferisches Leben
überall im ganzen Land!
Danach lasst uns alle streben,
allesamt mit Herz und Hand!
Freiheit, Recht und Chancengleichheit
sei das dauerhafte Band;
blüh' im Glanze unsrer Freiheit,
blühe, deutsches Vaterland.
Die Freiheit unserer Gesellschaft wird darin mit persönlichen schöpferischen Impulsen für das eigene Leben verknüpft, die in einer staatlichen Verfassung der Chancen-Gleichheit aufblühen können. Ideologie wird zurückgedrängt, bekämpft, damit persönliche schöpferische Impulse durch frei gewählte Ausbildung, frei gewähltes Studium, auch Selbststudium, frei gewähltes Leben zur Entfaltung kommen. Künstliche ideologische Gebote oder Verbote dürfen diese Freiheit nicht behindern. Die Freiheit muss sich auf die eigene familiäre Gestaltung erstrecken können. Diese Art der Freiheit verdient es gefördert und nicht abgewürgt zu werden. Ihre Förderung in einer Verfassung und in einem Grundgesetz führt dann auch zu einer gesellschaftlichen Verbundenheit, die glanzvoll  aufblühen kann. Worte aus der Strophe von Hoffmann von Fallersleben wurden so gut es ging verwendet, der Glanz und das Blühen.

Von einem "Band" ist auch in der siebten Strophe die Rede. Dort wird die Beschreibung der Freiheit der dritten Strophe unter dem Begriff der Menschenrechte zusammengefasst.

25/Febr/2012 GMT+7 11:15

Über die Konsequenz, das Wort "Einigkeit" generell zu streichen, weil sich eine Einmütigkeit der Gedanken eventuell von selbst ergibt und die politisch indoktrinierte Einigkeit falsch ist, weil sie zu einem Einheits-Staat führt, der unterdrückt, darauf könnten wir uns vielleicht einigen. Aber nein, muss ich immer wieder feststellen, selbst diese Einigkeit ist nicht möglich. Diejenigen, die den sozialen Einheits-Staat wollen, so die LINKEN, die Freiheit einer sozialen Fürsorge opfern wollen, um zuerst Wählerstimmen, dann Macht zu gewinnen, oder auch die NAZIS in den Parlamenten, haben eine diktatorische Einheits-Doktrin auf ihrer ideologischen Agenda.

Besonders die Nazis stemmen sich vehement gegen eine Kritik am Deutschlandlied. Immer wenn daran gekratzt wird, weil es Hitler durch gezielte Interpretation mit seiner deutschen Herren-Ideologie durchtränkt hat, kommen wütende Reaktionen von den Neonazis, wie wenn Walhall durchbohrt wird. Für sie ist das Deutschland-Lied ein Heiligtum wegen der verfälschenden Interpretation in der Nazi-Zeit. Sie wollen Hitler anhimmeln und benötigen es. Die Nation-Hymne erscheint ihnen grauenhaft, ein großes indirektes und unfreiwilliges Kompliment von Unbelehrbaren. Zumindest haben sie kapiert, dass die Nation-Hymne frontal gegen sie gerichtet ist, auch wenn sie nur neben der Nationalhymne existiert. Sie existiert, das ist richtig. Übrigens: selbst mit der dritten Strophe als National-Hymne stellt sich Kanzlerin Merkel, die sie auf Partei-Veranstaltungen durch eine Volk-CDU-Einigkeit immer wieder politisch ausnutzt, auf die Seite der Nazis und nicht auf die Seite der Nation-Hymne. Ex-Präsident Köhler startete mit "versehentlichem" Singen der ersten Strophe des Deutschlandliedes mehr als einen Versuchs-Ballon, Christian Wulff reagierte im Gegenteil schreckhaft, Merkel denkt nicht weiter nach und wäre auch viel zu ängstlich –  und Gauck? Wird er Verständnis für die Nation-Hymne entwickeln, weil mit ihm endlich einmal jemand genau hinschaut?



Mittwoch, 28. September 2011

Trittin-Osaurus ist an der Reihe und darf dem Papst ...



... darf dem Papst beinahe die Hand schütteln: "Ich, Jürgen Trittin, ich, ich bin so groß ... Ich stimme für ESFS und später ESM und bin jetzt Opa. Ist das gerecht? Ää ... , Heiliger Vater, ich gehe wieder auf meinen Platz". (Anmerkung der Redaktion: Trittin ist Opa, nicht schlimm)

Vor dem nächsten Meteoriten-Einschlag, der uns alle dem Untergang weiht, muss schnell noch gehandelt werden, meint Trittin-Osaurus zu seinem Nachbarn auf seinem Platz im Deutschen Bundestag. Die Rettungs-Schirme ESFS und ESM müssen schnellstens verabschiedet werden. Ich bürge für die Grünen, Frau Merkel für über den Daumen 400 Milliarden. Sie will bürgen, damit hinterher die Bürgschaft abgesichert werden kann. Der ESM soll dann nachträglich die Instrumentarien bekommen, damit überhaupt gebürgt und garantiert werden konnte. Normalerweise sagt man dazu: falsche Reihenfolge. Aber in diesem Fall muss es sein, weil der Meteorit naht. Unsere Spezies ist in Gefahr. Nur deshalb muss die falsche Reihenfolge eingehalten werden: erst die Unsicherheit, Bürgschaften, Garantien und das Geld raus, dann die Gesetze dagegen, erst in Schulden baden, dann das Wasser in die Wanne lassen. Ich bin aber etwas zu groß für die Wanne. Aber Benedikt XVI., den können wir in der Wanne waschen, ganz sauber machen, schön abtrocknen und ab; dann sind das Schulden-Problem und das Missbrauchs-Problem gemeinsam gelöst.

Zukunfts-Verifikation: Es kam dann aber so, dass die Garantien und Bürgschaften im Großen Wannsee einschlugen (früher hieß er Wannen-See), der Meteorit an der Erde vorbei sauste und Jürgen Trittin, äh Trittin-Osaurus,  im Berliner Zoo ist.

Freitag, 26. August 2011

Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln: Altkanzler Helmut Kohl

Erste Kohl-Kartoffel, zweite Kohl-Kartoffel, dritte Kohl-Kartoffel, vierte Kohl-Kartoffel, fünfte Kohl-Kartoffel, alle dicken Kartoffeln: Dr. Helmut Kohl, Altkanzler, der dicke Kartoffel-Kohl (neues Gemüse)

  • Jüngste dicke Kartoffel, die fünfte: "Deutschland ist nicht mehr zuverlässig" - Die Kritik von Kohl kam aber erst, nachdem Gaddafi nun gestürzt ist und die Rebellen nebst Alliierten siegreich sind. Vorher hörte man nichts. Für eine Früherkennung der Entwicklung hätte er hier im Internet-Schreibtisch vRhein stöbern können. Hinterher reden, kann jeder, wie nun auch noch "Quacksalber" Joschka Fischer, siehe näheres in meinem Thread "Zeitungswolken", unten.

  • Ältere dicke Kartoffel, Nr. 1: Kohl zieht verdeckte Spenden an, für sein illegales Schweigen vor Gericht erhält Kohl den Kartoffel-Preis.

  • Deutsche Dick-Kartoffel, Nr. 2: Kohl wird vom Mauerfall total überrascht. Er hatte keine Ahnung, was da passierte. Die Mauer - und Menschen gehen rüber? Kohl holt sich die dicke Überraschungs-Kartoffel.

  • Michail Sergejewitsch Gorbatschow soll lt. Kohl eine Bedingung für die deutsche Einheit gestellt haben: der Landbesitz ehemaliger Besitzer, die in der DDR enteignet wurden, wird nicht zurück gegeben. Gorbatschow dementierte dies. Kohl hatte ihn vorgeschoben. Dafür gibt es nur ein Wort: Kartoffel-Klau, die besonders dicke Kartoffel Nr. 3 wurde geklaut.

  • Kohl klaute weiter, nämlich die dritte Strophe aus dem Deutschland-Lied zum Zweck einer einstrophigen National-Hymne, weil das erste Wort darin, "Einigkeit", an ihn, den "Einheits-Kanzler" erinnern sollte. Diese Kartoffel wollen wir "Jubiläums-Kartoffel" nennen, denn die Entstehung des Deutschland-Liedes jährt sich heute zum 170sten Mal. Das "Lied der Deutschen" schrieb August Heinrich Hoffmann von Fallersleben am 26. August 1841 auf Helgoland. Eigentlich müsste sie "Jubiläums-Koffel" heißen, weil die ersten Strophen in Ungnade fielen und weg transportiert wurden. Die Nationalhymne, vorher alle drei Strophen seit Adenauer, war nun nicht mehr vollständig. Also "Koffel", die Nr. 5.

  • "Einigkeit" symbolisiert die beiden Pole der Verteidigung und des Angriffs: Sehnsucht bei HvF wegen Napoleon und Zwangs-Einigkeit der Nazi-Ideologie. Wird der zweite Pol, Hitler-Einigkeit, einfach ignoriert, entsteht unrealistische Träumerei und Unbelehrbarkeit. Die Strophe wird zur Kitsch-Strophe, siehe "Die Kitsch-Hymne". (Gehört noch zur fünften Kartoffel)
Für weitere Kartoffeln war auf dem Mal-Grund einfach zu wenig Platz. Wikio News listet es (hatte ich gar nicht gewusst). Nach Eingabe des Stichwortes "nationhymne" Google/Bilder kommen in den ersten Reihen 83 meiner Block-Bilder/Persiflagen. Das Kartoffelbild war noch nicht dabei, so schnell schießt Google nun auch wieder nicht.





Freitag, 12. August 2011

Klage-Lied der Deutschen: Mauerbau 13/August/1961 (1961 - 1989)



Die Berliner Mauer fiel in der Nacht von Donnerstag, dem 9. November, auf Freitag, den 10. November 1989, nach über 28 Jahren

Über dem blassen Foto des Beginns der DDR-Mauer Bernauer Strasse (3) steht hier bei mir die erste Strophe des Deutschland-Liedes in der Original-Schrift von Hoffmann von Fallersleben. Das ganze Lied lautet:

1961 wurde Deutschland, 1991 das Deutschland-Lied zerstückelt. Ein Teil des Originals wurde herausgerissen. 1991 wurde dieser Teil von BK Helmut Kohl und BP Weizsäcker zur National-Hymne erklärt. Die Deutschen wurden erneut nicht gefragt.

Statt brüderlichen Zusammenhalt gab es den kalten Stellvertreter-Krieg in Deutschland. Wunden, Tote, zerrissene Familien, Feindschaft und DDR-Spionage dominierten die Mauer-Jahre. Statt Herz und Hand gab es Stachel-Draht und Todes-Schüsse an der Mauer. Statt "Auferstanden aus Ruinen", wie es in der DDR-Hymne hieß, war die Realität: Eingemauert auf Ruinen. (2)  

Bundes-Präsidenten, Kanzler, Bundestags-Präsidenten, Parlamentarier und  Abgeordnete - sie alle gaben sich keine Mühe, das Lied, seinen Sinn und seine Geschichte als Ganzes zu erhalten. Sie kamen nicht auf die Idee, den Kultur-patriotischen Gehalt aller Strophen zu bewahren. Sie ließen es beim Mauerbau zwischen der zweiten und dritten Strophe. Sie deklassierten die erste Strophe wegen Hitler. Auch seien darin die Sprach-Grenzen, die Hoffmann von Fallersleben zog, ja falsch.

Zufällig blieb die nationale Aufgabe, das Deutschland-Lied wegen der veränderten Geschichte etwas umzuschreiben, um die Kern-Aussagen des Dichters zu erhalten, irgendwie an mir hängen. Aus einer Laune heraus schrieb ich um. Seitdem entstanden in Abständen verbesserte Versionen, entstanden vier zusätzliche Strophe im gleichen Versmaß und gelegentlich kleine Korrekturen im Eigenbau, denn leider beteiligte sich niemand daran. Das "Lied der Deutschen" blieb und bleibt als historisches Dokument bestehen. Seine Schöpfung aus einem Guss blieb unangetastet. Für den Zweck einer National-Hymne für die Deutschen nach dem Mauerfall enstand, angeregt vom "Lied der Deutschen", etwas Neues, die Nation-Hymne. Seitdem gibt es eine National-Hymne als brutaler Schnitt durch die dichterische Freiheit des Originals und eine Nation-Hymne, die Deutschland in seinem Wert beschreibt und patriotische Gedanken und Gefühle von Hoffmann von Fallersleben aus allen drei Strophen, und nicht nur aus der dritten, herüberrettet.

Die Österreicher machen sich gegenwärtig Gedanken darüber, ob die Zeile "Heimat bist du großer Söhne" nicht geändert werden muss, weil die "Töchter" der Nation zu kurz kommen. Sowieso wurde am Original-Text herumgedoktert. Man gibt sich redliche Mühe. Vorschläge werden auf Titelblättern von Zeitungen wie nationales Heiligtum behandelt. Ergänzung 5/Febr/2012: Das Parlament hat einen neuen Text beschlossen, das Versmaß ist nun aber kaputt.

In Deutschland dagegen ist Schweigen. Zaghaft meldete sich ein Sprortler, unsere National-Hymne sei zu kurz, ein internationaler Sieg kann wegen der Kürze der Abspielzeit gar nicht so richtig ausgekostet werden. Und analog zu Österreicht mehren sich Stimmen, dass die Zeile "brüderlich mit Herz und Hand" ebenfalls den weiblichen Teil der Bevölkerung unter den Tisch fallen lässt, das "Glück im Glanze" also nur auf den männlichen Teil Deutschlands bezogen sei.

Das offizielle Deutschland muss sich nur mit der dritten Strophe des Deutschland-Liedes befassen, die Nation-Hymne allerdings muss es auch mit der ersten tun, denn sie ist mit dabei. Die Zeile "Deutschland, Deutschland über alles" wurde darin gerettet, aus dem Hitler-Mief befreit und in einen unbedenklichen Zusammenhang gestellt, die Sprachgrenzen wurden umgangen. Die ersten beiden Zeilen deuten an, warum es "über alles" und nicht "über allem" heißt.

Gestern fiel das Wort "brüderlich" weg, das noch enthalten war. Die erste Strophe wurde damit an die Österreichische Frauenrechts-Initiative angepasst, wurde sogar besser, wie ich meine. Nur das "Vaterland" in der dritten veränderten Strophe ließ ich weiter bestehen, weil der Begriff eine historische Dimension hat und im Sprachgebrauch verankert ist; "Mutterland" setzte sich nicht durch. Man kann darüber diskutieren. Leider fehlt es mir an Gesprächs-Partnern. Wie sieht die Strophe nun aus? Aus diversen Alternativen schlage ich nun die folgende Version vor, in der gleich die erste Zeile die Fehlinterpretationen der ersten Strophe des Deutschland-Liedes richtig stell; zugleich finde ich, dass die Zeile auch eine Titel-Überschrift sein kann. Google wird also hoffentlich die folgende Überschrift registrieren:


Deutschland geht uns über alles

Deutschland geht uns über alles,
über alles in der Welt, (1)
weil es uns und unsre Kinder
unter seinen Schutzschirm stellt!
Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt!

In diesen Minuten findet in Berlin eine Gedenk-Veranstaltung zum 50. Jahrestages des Mauerbaus  statt. Zweimal schaute ich über die Deutsche Welle dem Ereignis zu. Aber beide Male empfand ich die "Feier" derartig verkrampft, so dass ich einfach nicht länger hinschauen konnte und zu meiner Arbeit zurück kehrte. Gut war die Aussage von Bundes-Präsident Wulff, eine Verklärung der DDR dürfe es nicht geben.

Schulden-Wowereit

Insgesamt aber: so wie diese Feier, so verkrampft und auch so lasch, man musste nur auf die schlaff gekrümmte Körperhaltung des amtierenden Oberbürgermeisters von Berlin Wowereit schauen, kommt mir die ganze Nation vor, wenn es um ihr Identitäts-Bewusstsein geht.

Vielleicht kann die umgedichtete erste Strophe des "Liedes der Deutschen" die Verkrampfung lösen. Ich weiß es nicht, hoffe es. Enthalten ist die zentralen Aufgabe eines Staates, nämlich Schutzschild für seine Bürger zu sein. Und seine Bürger sind nämlich alle Menschen mit einem deutschen Pass.

Bei YouTube existiert eine sehenswerte dreiteilige Video-Folge über das Deutschland-Lied. Der beste Teil ist gleich der erste. Die Melodie des Kaiserliedes, die dem Deutschland-Lied später zugrunde gelegt wurde, stammt aus diversen Quellen und kompositorischen Ideen. Sie werden gezeigt. Sehr plötzlich verfällt die Folge jedoch in den fest eingefahrenen Fehler, die erste Zeile der ersten Strophe des Liedes anders zu interpretieren, als sie Hoffmann von Fallersleben gemeint und ausgedrückt hat. Er schrieb eben nicht "über allem", sondern "über alles". Die falschen Interpreten, ob sie nun Hitler oder sonstwie hießen, ignorierten den Unterschied zwischen zwei Ausdrucksweisen: 1. Ich liebe dich über alles und 2. Meine Nation steht über allem.

Hoffmann von Fallersleben beschrieb die erste Ausdrucksweise und nicht die zweite. Deutsche dürfen nicht vor Falschinterpreten, erst recht nicht vor einem Hitler, kapitulieren! Sie täten gut daran, den irren Fanatiker Hitler geistig zu besiegen und beim Germanisten und Professor Hoffmann von Fallersleben in den Unterricht zu gehen. Betrachten wir das Lied aber auch im historischen Kontext! Darüber hatte ich vielfach geschrieben. Fallersleben beschwor eine Einigkeit deutscher Kleinstaaten, die es dann nie gab. Das Deutsche Reich entstand nach 1870/71 auf Druck Preußens, ein Nachhelfen, mit dem Fallersleben einverstanden war. Das Wort "Einigkeit" wurde das Problem, nicht die nationale Einheit. Politisch und ideologisch bedeutet "Einigkeit" immer Diktatur, diktierte Einigkeit. Preußen begann damit. Einigkeit und Freiheit widersprechen sich also. (4)

Wegen des problematischen anderen Ausdrucks in der dritten Strophe, nämlich "brüderlich mit Herz und Hand" tendiere ich zu meiner alternativen Strophe, die für beide Geschlechter gilt, wie auch die gesamte Nation-Hymne. Nach dieser persönlichen Empfehlung würde Deutschland von der dritten Strophe in der jetzigen Form Abschied nehmen. Eine harmonische Gesellschaft kann eine Dominanz des Männlichen nicht brauchen. Zuviel Unglück basiert auf der Disharmonie, so zum Beispiel dem "festen Schritt" männlicher Kolonnen in der Hitler-Diktatur. Einigkeit wurde zur erzwungenen, propagandistisch indoktrinierten Droge, einer Droge deutscher Überheblichkeit zum existenziellen Schaden anderer Völker, Ethnien, Religionen und Minderheiten.


Nun die letzte Fassung der Nation-Hymne vom 14/August/2011:

1. Strophe HvF + micha vRhein 
Deutschland geht uns über alles,
über alles in der Welt,
weil es uns und unsre Kinder
unter seinen Schutzschirm stellt!
Von den Küsten zu den Alpen
über Flüsse, Seen erschallt:
Deutschland, Deutschland über alles,
über alles in der Welt!


2. Strophe HvF + micha vRhein 
Präzision und deutsches Wissen,
Finder-Geist auf hohem Rang,
sollen in der Welt behalten
ihren alten guten Klang.
Uns für Taten zu begeistern
unser ganzes Leben lang,
lernen wir von alten Meistern
wie auf einem Studiengang.

3. alternative Strophe HvF + micha vRhein 
Freiheit, schöpferisches Leben
überall im ganzen Land!
Danach lasst uns alle streben,
allesamt mit Herz und Hand!
Freiheit, Recht und Chancengleichheit
sei das dauerhafte Band;
blüh' im Glanze unsrer Freiheit,
blühe, deutsches Vaterland.

4. Strophe micha vRhein  
Deutschland haben wir zur Seite!
Friede dem vereinten Land; (5)
restauriert sind alte Städte,
schön der Küsten weißer Sand;
Schlösser, Burgen, Glocken, Feste,
Goethe, Dürer, Schliemann, Kant –
fast unendlich scheint die Liste,
ja, wir lieben dieses Land.

5. Strophe micha vRhein 
Humboldt-Universitäten,
Sprachenschulen und Museen
werden Deutschland weiterbringen,
Ziele vor den Augen steh'n.
Jung, mit allen wachen Sinnen,
formen wir das schöne Land.
Neue Zeiten zu beginnen,
liegt in unsrer aller Hand.

6. Strophe micha vRhein 
Bachs gemischte große Chöre,
Schumann, der ins Inn’re dringt,
Beethoven uns ganz gehöre,
Mozart oder Pop, singt singt!
Lasst uns musizieren, scherzen;
draußen sinkt die Abendglut,
Kinder halten Friedenskerzen,
Lichter geben Kraft und Mut.

7. Strophe micha vRhein 
Unsre Heimat tief im Herzen
reichen wir der Welt die Hand.
Menschenrechte, Würde, Wissen
sind das einigende Band.
Hohe Werte auf Terrassen
der Geschichte dieser Welt
wollen lernend wir erfassen!
Strahle Deutschland, strahl wie Gold!



________________________

(1)
Die Liebes-Erklärung von Hofmann von Fallersleben wurde von mir ganz nach unten verschoben. In der ersten Zeile dieser Strophe wurde bereits klar, dass nicht Überheblichkeit, sondern Liebe zum eigenen Land gemeint ist.

(2)
Der treffende Gedanke ist einem Artikel der SZ zu entnehmen, den ich oben verlinkt habe. Dort heißt die Überschrift: "Eingemauert in Ruinen". In Ruinen ist sachlich falsch. Es kann heißen: Eingemauert auf Ruinen. Es ist ja nun nicht so, dass in der DDR nicht gebaut wurde, Plattenbauten entstanden etc. Google will das Stichwort "Eingemauert auf Ruinen" noch nicht annehmen, sondern schwenkt partout zum Ausdruck "Eingemauert in Ruinen". Ein sprachlicher Fehler kann sich förmlich festfressen.

(3)
Das Bild ist grafisch nicht gut, ich weiß es, will es aber so. Ich will die erste Strophe des Deutschland-Liedes über dem Beginn des Mauerbaus haben.

(4)
Die seltene Einigkeit zwischen Eheleuten, Liebenden, Freunden, Logen-Brüdern etc ist nicht gemeint, an so etwas verschwommen Schönes denken jedoch die meisten, reinster Kitsch! Eine demokratische Nation ist für Einheit geeignet, für Einigkeit aber zu groß. Eine Diktatur verwechselt Einigkeit mit Größe, will Größe und erzwingt Einigkeit.

(5)
Statt "Friede will das reiche Land", geändert 20/Nov/2011


_________________________

Nachtrag 20 und 28/August/2011, am 28sten der Absatz mit Fett-Schrift

Bei der Siegerehrung zweier erfolgreicher deutscher Kanutinnen wurde während der Kanu-Weltmeisterschaft in Ungarn am Freitag irrtümlich die erste Strophe des Deutschlandliedes gespielt, weil ein Kontroll-Gerät nicht funktionierte. Es erklang also: Deutschland, Deutschland über alles etc.

Der Bericht trieft: Ungarn "entschuldigt sich", der Bundes-Trainer "entsetzt" "nicht akzeptabel", der deutsche Verband erteilte "Absolution", "Die erste Strophe wird mit den Untaten der Nationalsozialisten und ungehemmtem deutschem Expansionsdrang assoziiert", "geächtete Strophe",  "schnell zu den Akten legen", "unverzeihlicher Fehler".

Wenn die erste Strophe des Deutschland-Liedes von Hoffmann von Fallersleben, deren historische Schöpfung ich achte, wirklich so entsetzlich ist, warum hat man dann akzeptiert, dass die dritte Strophe desselben Liedes von Helmut Kohl 1991 zur National-Hymne erklärt wurde? Mit Hannelore Kohl möchte ich Deutschland nicht mit den Augen Kohls sehen, Europa auch nicht und erst recht nicht die von ihm geschickt lancierte National-Hymne in der jetzigen isolierten Form, deren Eingangs-Wort "Einigkeit" an den "Einheits-Kanzler" erinnern soll.

Nun will nicht nicht schon wieder klamüstern, dass Einigkeit und Einheit zwei völlig verschiedene Paar Schuhe sind. Einigkeit in einem großen Land gibt es nicht, in einem demokratischen erst recht nicht, es sei denn, eine Diktatur zwingt Einigkeit auf, oder ein Egomane wie Kohl will die Einigkeit hinter seiner Person. Er konnte sie nicht einmal zwischen sich und seiner Frau Hannelore erreichen. Sie wurde licht-krank davon, starb daran, eines der ganz traurigen Ereignisse deutscher Geschichte.

Wenn die dritte Strophe nun also isoliert da steht, ohne den historischen Kontext, als Einheits-Staats-Insignie Kohls, beschleicht mich, und hoffentlich nicht nur mich, ein Gefühl des Unbehagens, das leicht in beißende Kritik, Satire und Hohn umschlagen kann. Das Wort "Einigkeit" verweist auf Hitler, wenn schon, und nicht der Satz: "Ich liebe Deutschland über alles"; das bedeutet "Deutschland, Deutschland über alles" nämlich, nach dem grammatikalischen Verständnis von Hoffmann von Fallersleben, der Germanistik-Professor war.

Das derartig in den Vordergrund gestellte Wort "Einigkeit" am Anfang einer Nationalhymne, wie eine Marsch-Kolonne hinter politischer Absicht, "verdirbt" nun die ganze Strophe, auch wenn sie von HvF stammt. Er wollte ja nur die Einigkeit der damaligen Kleinstaaten Deutschlands, eine Nation wie andere Nationen zu werden, und akzeptierte das Diktat Preussens, als die Einigkeit nicht zustande kam.

Der Fehler steckt bereits in der ersten Strophe von HvF, der das Lied mit "das Lied der Deutschen" betitelt, nicht etwa mit "das Land der Deutschen", dann aber einen National-Staat "Deutschland" herbei sehnt, den es noch nicht gibt und dem er gleich eine Vision zuteilt, wenn es ihn denn gäbe, nämlich im Gefühl eines Schutz- und Trutz-Bündnisses stets brüderlich zusammen zu halten, Angriffen von außen zu trotzen. Darauf bezieht sich das Wort "Einigkeit" der dritten Strophe, da das Sprachgebiet der Deutschen beispielsweise von den Schweden und von Napoleon angegriffen worden war. Die Zeilen sind historisch gebunden und lassen sich nicht einfach auf ein Deutschland übertragen, das wiederholt andere Länder angegriffen hat. Die "unschuldige" Situation vor Gründung des deutschen National-Staates darf nicht auf die "schuldige" Situation nach Hitler übertragen werden. Einigkeit symbolisiert die beiden Pole: Sehnsucht bei HvF wegen Napoleon und Zwangs-Einigkeit der Nazi-Ideologie. Wird der zweite Pol, Hitler-Einigkeit, einfach ignoriert, entsteht unrealistische Träumerei und Unbelehrbarkeit. Die Strophe wird zur Kitsch-Strophe, siehe unten: die Kitsch-Hymne.

Einigkeit widerspricht bereits in der gleichen Zeile einem anderen Wort: Freiheit. Da haben wir den Wurm schon in der ersten Zeile der Strophe, wenn diese zur National-Hymne erklärt wird. Die Architektur gerät bereits aus den Fugen, ehe die weiteren Zeilen kommen. Nicht Liebe zum Land darf der deutsche Michel singen, sondern er muss abstrakte Begriffe aufzählen, die sich in sich widersprechen, ehe er zur zweiten Zeile kommt.

Die Zeit ist zu kurz, um das nächste Wort zu überlegen, die schöne Melodie aus Österreich rauscht über es hinweg: "Für". "Für das deutsche Vaterland". Bei HvF war dieses Ziel ein Vision, wir aber, mitsamt unserer Hymne, haben es. Der einiglich zurecht gebogene Michel soll sich nun opfern. Nicht seine Gefühle für Deutschland stehen oben an, sondern die Zuteilung von abstrakten Begriffen "für" etwas ganz anderes als er selbst, etwas, das schon besteht und das ihn ganz kleine erscheinen lässt, das die Politik in Berlin für ihn regelt, eine Politik, die ein Drittel der Deutschen in die Verarmung entlassen hat.

Michel wird missbraucht. Er soll Einigkeit hinter einem Recht empfinden, das für ihn meist eine "Inkasso-Jagd" von Juristen bedeutet. Hinter indirekten Steuern, Gebühren, Ämter-Einreden, Erlassen und Verfügungen soll er seine nationale Freiheit spüren. Er ist nicht einmal so frei, dass er seine Liebe zu seinem Land singen darf. Die betreffenden Zeilen des Deutschland-Liedes sind "geächtet".

Für's Vaterland "brüderlich mit Herz und Hand" sollen wirklich alle streben, aber alle können es nicht sein. Wo bleiben diejenigen, die "schwesterlich mit Herz und Hand" für's Mutterland streben, einig und unisono? Auch hier winken die männlichen Kolonnen der Nazis herüber, die eine männliche Herren-Rasse und eine weibliche Gebähr-Rasse kreierten. Darüber sollte Einigkeit bestehen, diejenigen, die sich nicht dazu bekannten, wurden ins KZ gesteckt, ermordet oder in grausigen Arbeits-Lagern ihrem Siechtum überlassen.

Schon in den ersten vier Zeilen der dritten steckt mehr Nazismus als in der ersten Strophe.

Nun kommt es dick. Das Gemisch soll "des Glückes Unterpfand" sein. Kein schönes Wort, von HvF aber als so etwas wie ein Vertrag des deutschen Staatenbundes gemeint. Heute wird eine bestehende politische Parteien-Klasse besungen, und der deutsche Michel soll glücklich sein. Dann ist er ruhig. Die letzten beiden Zeilen will ich besser gar nicht erst besprechen. Das Endergebnis ist:

Die Kitsch-Hymne

Deutschland hat die kitschigste Hymne aller Nationen. Der Bürger wird geblendet, so dass er sich selbst vergisst. Er merkt nicht, dass er gar nicht beteiligt ist. Da soll etwas im "Glanze dieses Glückes" blühen, das er hat: eine Regierung, die 2 Billionen Staats-Schulden auf seine Schultern geladen hat. Kitsch, Kitsch und nochmal Kitsch, typisch deutsch? Wenn die Nation-Hymne nicht wäre. Auch sie ist typisch deutsch, wie Hoffmann von Fallersleben, in einem besseren Sinne, denke ich mal.


Siehe auch einen Artikel über viele Textvorschläge zur ersten Strophe des Deutschland-Liedes in den Jahren der Gründung der Bundes-Republik Deutschland, die jetzt entdeckt wurden. Die Nation-Hymne trifft die damalige Wunschliste genau. Sie ist somit die gesuchte "Superhymne".


Ergänzung 19/Jan/2012

Die aktuelle deutsche Nationalhymne, denke ich, ist Kitsch. Das schrieb ich heute als Antwort auf eine Frage einer neuen Internet-Seite mit dem Namen "Eine Nation und ihre Hymne", die nun schon "neueste Beiträge" hat. Sie entstand "eigentlich nur im Rahmen eines Semester Projekts der dhbw Ravensburg und soll nur die Verbindung der internen Website mit den social media aufzeigen. Es war ein Projekt im Studiengang Mediendesign, bei dem es hauptsächlich um die grafische und konzeptionelle Umsetzung ging." So wurde es mir erklärt. Meine Texte befinden sich unter "Meinungsvielfalt" und "Geschichte". Also denn:

Die aktuelle deutsche Nationalhymne, denke ich, ist Kitsch. Einigkeit für ein ganzes Volk und Freiheit widersprechen sich, Recht und Freiheit mittlerweile auch. Recht sollte man nicht besingen, sondern verankern, wenn es gut ist und ein Volk damit nicht geknebelt wird. Liebe zu meinem Land oder "Menschenrechte" kann ich nicht besingen, sind in der Nationalhymne nicht erwähnt. Der "Glanz des Glückes" hängt in der Luft. Der Grund für ein solches Gefühl fehlt. Das verschrobene Wort "Unterpfand" kann erst recht kein Grund für ein Glücksgefühl sein. Der historische Hintergrund ist in der einen Strophe nicht erkennbar, kann nicht einmal erahnt werden. Diese "Einigkeit-Hymne" wird laufend Partei-politisch missbraucht. Des Volkes Einigkeit mit einer Partei oder unserem Schulden-Staat ist das Ziel. Das "Recht" ist der erhobene Zeigefinger dazu. Diese Hymne wird von etablierten Parteien deshalb bis aufs Blut verteidigt. Sie ist Opium für das Volk zwecks Macht-Erhalt. Eine neue Hymne hat keine Chance, jemals von "oben" gefördert zu werden. Leider erkennen die meisten Bürger die Verlogenheit nicht. Sie schauen nicht so genau hin, und die geklaute Melodie ist ja auch so schööööön, ebenso wie das Wort Einigkeit, das genetische Urgefühl für Zweisamkeit.